Blockiert aus Nervosität

blockiert

Kennst du das Gefühl, wo dir die Nervosität vor einem wichtigen Moment die Atmung verschlägt? Du spürst dich nicht mehr richtig und die Gedanken sind blockiert. Manche trifft es auf der Bühne vor einem wichtigen Auftritt, manche trifft es vor einer Prüfung oder vor einem wichtigen Gespräch. Auch ein Date kann diese übermässige Nervosität hervorrufen.

In dieser Situation möchtest du so gerne einen Ausweg. Aber du bist dann so neben der Spur, dass nur noch Glück hilft, um die Situation gut zu überstehen.

Der Grund für diese Blockaden ist reiner Stress. Der Körper und die Gedanken sind vollkommen auf Flucht eingestellt. Nur noch weg! Da hat keine Vernunft mehr Platz. Kein Zureden hilft und auch keine vernünftige Erklärung, warum es keinen Grund gibt nervös zu sein.

Warum einige Menschen sehr gut mit solchen Situationen umgehen können und andere nicht, hat mir den Erfahrungen zu tun, die wir alle in unserer Vergangenheit gemacht haben. Wer sowieso immer locker durch alle Prüfungen gekommen ist und bei Aufführungen und Vorträgen immer hoch gelobt wurde, hat klar die besseren Karten. Wer jedoch irgendwo ein negatives Erlebnis mit einer ähnlichen Situation hatte, vielleicht gehänselt wurde, blossgestellt oder bestraft wurde, wenn etwas nicht geklappt hat, dann kann es sehr gut passieren, dass derjenige in einer ähnlichen Situation immer wieder die negativen Gefühle von damals erlebt und somit in Stress gerät.

Solche «alten Laster» musst du nicht mit dir herumtragen. Es gibt einfache Lösungen mit verschiedenen Ansätzen, wie du diese Blockaden los werden kannst. Eine Möglichkeit ist das Verankern von guten Gefühlen. Das heisst, du kannst in solchen Situationen, wo du normalerweise in Stress gerätst und blockierst, gute Gefühle abrufen. Gefühle, die du dann hast, wenn du erfolgreich bist und gelobt wirst. Also Gefühle, die dich motivieren und für Stress keinen Platz frei lassen.

Lass dir eine von vielen Möglichkeiten erklären, die du auch im Seminar «Selbsthypnose lernen» erfahren kannst: Lese diesen Abschnitt zuerst durch, damit du dir vorstellen kannst, worum es genau geht. Du wirst sehen, dass die Erklärung etwas ausgeholt ist, aber die Ausführung total einfach.

  1. Was du als erstes tust, ist dir vorzustellen, wie sich das aktuell anfühlt, wenn du in deiner Stresssituation bist. (Nehmen wir das Beispiel des Musikers, der hinter der Bühne steht und gleich angesagt wird, um seine                Lieder zu singen.) Am besten stellst du dir bei geschlossenen Augen vor, wie du hinter der Bühne stehst, kurz vor deinem Auftritt und gerade spürst, wie es los geht mit der Nervosität, die dich wieder einholt. Stell dir nur in deinen Gedanken vor wie es sich anfühlt, wenn du tatsächlich diese Nervosität hast, die dich blockiert. Ideal ist, wenn du dir jetzt noch in einer Skala von 1 bis 10 vorstellst, wie schlimm dieses Gefühl gerade ist. Also bei 1 fühlst du dich sicher und wohl und bei 10 ist es kaum aushaltbar.
  • Nun fühle in dich hinein und überlege dir, wenn du diese Nervosität, Unsicherheit und vielleicht Angst die Du spürst, los werden könntest, was wären denn die Gefühle die du lieber hättest in einer solchen Situation? Beschreibe die für dich passenden Gefühle, die dich in einer solchen Situation entspannt und locker zum Erfolg führen könnten. (vielleicht: Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein, Vertrauen, Sicherheit oder was auch immer). Wähle auf jeden Fall Gefühle, die für dich selber passen. Wähle die drei wichtigsten bzw. treffendsten Gefühle aus, mit denen du nun arbeiten willst.
  • Widme dich nun dem ersten dieser Gefühle. (Ich nehme als Beispiel Sicherheit). Schliesse wiederum die Augen und gehe in eine Situation in der Vergangenheit, wo du dich genauso gefühlt hast. Also so richtig Sicher! So dass dir nichts passieren kann, weil du dich absolut sicher fühlst. Hier ist es absolut wichtig, dass du dir wirklich eine Situation in Gedanken vorstellen kannst, bis du das gewünschte Gefühl spürst. Wenn es nicht richtig klappt, dann wähle eine andere Situation, wo du das gewünschte Gefühl hattest.
  • Sobald du spürst, dass du richtig in diesem gewünschten Gefühl bist, machst du mit einer Hand eine Faust. Die darfst du ruhig etwas kräftig zu drücken. Gleichzeitig verstärkst du noch dieses gute Gefühl das du hervorgeholt hast. Hier entsteht nun eine Verbindung zwischen deinem Gefühl, das du gerade spürst und deiner Faust, die du drückst. Das Spannende ist, dass diese Verbindung den Weg auf beide Seiten verbindet. Du hast also gerade ein Gefühl hervorgerufen und dann eine Faust gemacht.
  • Teste nun die Verbindung in die andere Richtung. Wenn du nun eine Faust machst, spürst du plötzlich dieses Gefühl, das du damit verbunden hast.

Jetzt kannst du das Ganze optimieren, in dem du Punkt 3 bis 5 mit den verbleibenden zwei Gefühlen, die du noch gewählt hast, genau gleich durchführst. Das heisst, wenn du fertig bist, hast du alle drei Gefühle die dir in Zukunft helfen werden nicht mehr zu blockieren, in ein und der selben Faust verankert. Somit kannst du immer wenn du es brauchst eine Faust bilden und dir ganz leicht die guten Gefühle abholen, die dich nun optimal durch deine Situation begleiten.

Diese Anwendung ist eine Kombination aus NLP (Neuro Linguistischem Programmieren) und Selbsthypnose. Wenn es dich interessiert was da noch alles möglich ist, dann melde dich jetzt an zum Seminar: «Selbsthypnose lernen» Du wirst überrascht sein, wie gut und einfach es ist, sich selber und anderen zu helfen.

www.hypnoticway.ch

Die Wortwahl ist entscheidend

Je mehr Gedanken ich mir über die Wortwahl mache, um so klarer wird mir, dass unsere Worte über alles entscheiden. Wenn wir von Wortwahl sprechen, denken wir meistens an die Kommunikation in der Beziehung oder vielleicht an Gespräche im Geschäft. «wie kann ich mein Gegenüber beeinflussen? Oder wie sage ich das, ohne sie / ihn zu verletzen?» Es ist uns dabei gar nicht bewusst, dass uns den ganzen Tag lang Worte beeinflussen. Ja wir werden ständig davon beeinflusst. Die vielen Gespräche (und seien sie noch so belanglos) die wir im Alltag führen. Alles was im Radio moderiert wird. Nachrichten, die wir hören oder in der Zeitung lesen. Alles sind Worte. Manchmal sind sie sehr bewusst gewählt. Z.B. in der Werbung. Aber in den meisten Fällen werden Worte per Zufall gewählt. So wie sie gerade kommen. Je nach Stimmung und je nach vorhandenem Wortschatz.

Unsere Stimmung beeinflusst aber nicht nur wie wir kommunizieren. Also welche Wortwahl wir benutzen. Unsere Wortwahl beeinflusst auch unsere Stimmung. Und dabei meine ich nicht nur die Stimmung des Empfängers der Kommunikation, sondern auch die des Senders. In gewissem Masse ist nämlich jeder auch Empfänger seiner eigenen Kommunikation. Das heisst, alles was ich sage, höre ich auch selbst. Und du ahnst nicht, wie stark dich das beeinflusst. Bestimmt kennst auch du Menschen, die immer so negativ eingestellt sind. Alles wird schlecht geredet. Schon der Gesichtsausdruck solcher Menschen wirkt frustriert. Wenn sie eine Nachricht erhalten, wird sie grundsätzlich misstrauisch und negativ gesehen. Wenn sie darüber sprechen, ist auch die Wortwahl dem entsprechend negativ. Natürlich ist es auch eine Frage der Haltung oder der Einstellung dieser Personen. Aber sie hören unbewusst auch den ganzen Tag ihre eigenen negativen Worte, die sie in Ihrer negativen Haltung bestätigen. Gleichzeitig wecken sie auch negative Gedanken bei ihren Gesprächspartnern, die ihre Haltung oder Meinung oft bestätigen. Na…? Wie will man da wieder rauskommen?! Aber, dies gilt in umgekehrtem Sinn natürlich auch für positiv eingestellte Menschen. Sie werden ständig von positiven Worten bestätigt.

Hm…  das ist ja erst ein einziger kleiner Aspekt, was Worte so beeinflussen können. Wenn wir uns überlegen wie stark wir von Worten abhängig sind, wird uns langsam klar, wie wichtig sie überhaupt sind. Wenn du jemandem erklären willst wo du in den Ferien warst und was dort so speziell war, hast du ja grundsätzlich nur Worte zur Verfügung (jetzt mal abgesehen von den Fotos im Zeitalter des Handy). Alles was du im Kopf hast, musst du in Worte verpacken und deinem Gegenüber so erzählen, dass er oder sie sich vorstellen kann, was du erlebt hast. Eigentlich hast du nur Worte zur Verfügung. Das ist schon etwas mager, finde ich. Und dabei ist es noch viel komplizierter…  Wenn du magst, lies meine spärlichen Erklärungsversuche weiter 😊. Die Geschichte, die du aus deinen Ferien erklären willst, beginnt ja mit einer Situation an deinem Ferienort. Diese Situation nimmst du mit deinen «Kanälen» wahr. Das heisst, du siehst, hörst, riechst und fühlst etwas das dich beeinflusst. Nehmen wir an, dass es dir extrem gefällt und dich positiv stimmt. Das alles speicherst du in deinen Gedanken ab. Später wirst du daheim diese Gedanken abrufen und willst dein Erlebnis deiner Kollegin / deinem Kollegen genau so erzählen. Wie willst du nun dein ganzes Erlebnis so erzählen, dass auch dein Gegenüber diese positiven Gefühle miterleben kann? Tja… du hast nur Worte zur Verfügung. Und wenn du noch berücksichtigen willst, dass die Bedeutung deiner Worte bei dir nicht die gleiche ist, wie bei deinem Gegenüber, merkst du vielleicht, wohin das alles führen kann. Wenn du von der grünen Farbe erzählst, die das Meer in dieser Bucht hatte, ist es ganz bestimmt nicht das richtige Grün, das sich dein Gegenüber gerade vorstellt.

 Die Bedeutung, die du den Worten gibst, ist in der Regel nicht die gleiche wie die, die dein Gesprächspartner den Worten zuteilt.

Wenn ich diese Erkenntnis in meiner Sprache berücksichtige, habe ich die Möglichkeit meine Worte angepasst zu wählen. Will ich, dass mein Gegenüber ganz genau weiss wie es da war, wovon ich erzähle, so muss die Wortwahl präzise sein und so gewählt, dass kaum Fehlinterpretationen möglich sind. Ein Hypnotiseur hat auch fast nur Worte zur Verfügung, um seinen Klienten in eine Trance zu leiten. Er versucht jedoch (je nach Situation) die Worte so zu wählen, dass sie vor alle für den Klienten passend sind. Also wird der Hypnotiseur um den Klienten zu entspannen eher sagen, «stell dir vor, dass du dich an einem wunderschönen Ort befindest, wo du ganz von selber mit jedem Atemzug etwas tiefer in Entspannung gleiten kannst». Denn die präzisere Wortwahl, in etwa: «stell dir vor du bist an einem Strand, in einer riesigen Bucht und wo du siehst wie das grün schimmernde Wasser, mit grossen Wellen bis zu deinen Füssen gespült wird. « kann weit weg von Entspannung sein, wenn der Klient an einem Strand ein Unwetter oder sogar einen Tsunami miterlebt hat.

Die richtige Wortwahl für hypnotische Ziele ist also entscheidend, um das zu erreichen was wir wirklich wollen. Ganz wichtig ist auch da: Wähle eine positive Wortwahl, möglichst treffend und angenehm für den Klienten.

Wenn du genau wissen willst wie das mit den hypnotischen Sprachmuster funktioniert, hast du die Möglichkeit, dies an einem Selbsthypnoseseminar zu lernen. Details Hier.

Über die richtige Wortwahl gibt es viel mehr zu erklären. Für mich ist zum Beispiel auch wichtig zu verstehen, wie man möglichst klar und gut kommunizieren kann, ohne den Anderen zu verletzen oder zu werten. Ein wunderbarer Weg dafür ist die Gewaltfreie Kommunikation GFK von Marshall Rosenberg. Darüber berichte ich dann in einem späteren Artikel.

Glaube nicht alles was Du denkst…

Das hört sich speziell an. Ich werde mir ja selber noch glauben können, oder?

Was sind es denn für Gedanken die Du hast? Sind sie gut oder eher nicht? Sind sie nützlich, unterstützend, irgendwie positiv? Oder sind sie vielleicht hinderlich, negativ, lösen sogar Angst aus? Tja, wie geht es dir mit den positiven Gedanken? Wie mit den negativen? Was lösen diese Gedanken aus? Wer bestimmt denn was du denkst?

Hast Du Dir schon mal überlegt, warum wir manchmal über etwas positiv denken und ein anderes Mal über die gleiche Sache negativ? Womit hat es zu tun? Ist die Situation tatsächlich total anders, oder hat sich meine Einstellung darüber verändert? Also eigentlich meine Gedanken?

Jetzt lohnt es sich natürlich zu unterscheiden: möchte ich meine Gedanken glauben oder lieber nicht? Sinnvoll ist doch, dass Du Deine Gedanken dann glaubst, wenn Du merkst, dass sie Dir gut tun und nützlich für Dich sind. Positive Gedanken verschönern unser Leben und machen es leichter. Also ich persönlich versuche bestimmt nicht die positiven Gedanken los zu werden. Wenn ich sie schon mal habe, pflege ich sie und geniesse es. Aber es gehört auch zum Alltag, dass wir von negativen Gedanken eingeholt werden. Gedanken aller Art. Über die momentane Situation, über Personen, über uns selber, über Finanzen und vieles mehr. Manchmal ist es sehr sinnvoll, negative Gedanken zu haben. Sie beschützen uns oft vor «Dummheiten» oder Fehlentscheiden. Es lohnt sich bestimmt, die negativen Gedanken zuerst einmal wahr zu nehmen und kurz nach zu denken. Aber wie oft haben wir negative Gedanken, die uns einfach nur noch runterziehen, zermürben und unzufrieden oder lustlos machen?

 Jetzt mal zurück zum Anfang. «Ich werde mir ja selber noch glauben können, oder?» Natürlich kannst Du Dir selber glauben. Aber unterscheide mal ob Du Dir glaubst oder ob Du Deinen Gedanken glaubst. Da ist der Punkt! Du bist nicht Deine Gedanken! Du bist Du als Mensch. Als Deine Persönlichkeit. Und ja, du wirst sehr stark von Deinen Gedanken beeinflusst. Deine Gedanken sind aber nur ein Konstrukt in Deinem Gehirn. Sie beeinflussen Dich und prägen Dich. Aber sie sind nicht Du!

Jetzt kann es ganz schön schwierig werden, wenn wir darüber philosophieren wollen. 🙂 Aber darum geht es mir jetzt nicht. Ich möchte Dich daran erinnern, dass Du Dir über Deine Gedanken im klaren sein solltest. Sei Dir bewusst, dass Du selber entscheiden kannst was Du denkst. Du kannst Deine Gedanken beeinflussen und lenken. Deine Gedanken beeinflussen dann, wie Du Dich fühlst.

Ich weiss, es ist nicht immer einfach die eigenen Gedanken zu lenken. Aber es ist machbar. Dafür gibt es so einige simple Tricks. Für mich ist es wirklich wichtig, bewusst Herr über die eigenen Gedanken zu sein. Gerade in Zeiten, wo Du ins Grübeln kommst und Dich alles runter zieht. In solchen Situationen lohnt es sich ganz besonders kurz inne zu halten und sich zu überlegen: „Ist das alles war? Kann ich mir ganz sicher sein, dass es die Warheit ist was ich denke?“ Oft drehen sich unsere Gedanken um die schlimmste Möglichkeit die gerade geschehen könnte. Aber wenn wir in unsere Vergangenheit schauen, merken wir oft, dass die meisten Probleme die wir uns ausgemalt haben, gar nicht eingetreten sind.

Es mag in solchen Moment anstrengend sein, sich gegen negative Gedanken zu entscheiden. Aber nur Du selber kannst etwas gegen sie unternehmen. Warte nicht bis sie vielleicht von alleine weggehen. Entscheide Dich glücklich zu sein!

Glaube nicht alles was Du denkst. Was Du denkst, entscheidet darüber wie Du Dich fühlst. Mir tut es jedenfalls gut, wenn ich mich gut fühlen kann.